Wirtschaftsstandort Osttirol

Der Wirtschaftsstandort Osttirol ist durch seine Randlage geprägt und zählt zu den peripheren Regionen im österreichischen und europäischen Kontext und ist mit demographischen Wandel und sinkenden Bevölkerungszahlen konfrontiert.

Sie sind 2013 verglichen mit 2012 um 0,2 % gesunken, über einen längeren Zeitraum - zwischen den Jahren 2003 und 2013 - betrachtet um 2,4% was 1.209 Personen entspricht.

Im Jahr 2011 waren 7% der Erwerbstätigen (Erwerbstätige am Arbeitsort nach wirtschaftlicher Zugehörigkeit) im primären Sektor beschäftigt, 32% im sekundären Sektor und 61% wurden dem tertiären Sektor zugeordnet. Im Jahr 2013 betrug die Zahl der unselbständig Beschäftigten 18.421 Personen (8.226 Frauen und 10.194 Männer).

Die Analyse des Wohlstandniveaus der in der Region ansässigen Wohnbevölkerung zeigt im Vergleich zu den anderen 35 österreichischen NUTS 3-Regionen eine auffallend hohe Arbeitslosenquote und einen vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Jahresnettobezug. Die Arbeitslosenquote betrug 2013 im Jahresdurchschnitt 9,8%. Ursachen sind u.a. die Saisonalität im Tourismus und im Bau, eine geringe Frauenbeschäftigung sowie schwach ausgeprägte Erreichbarkeitsverhältnisse und der Mangel an Arbeitsplätzen.

Der Produktionsstandort Osttirol weist einen industriellen Kern in der Metall- und Elektrobranche auf, bei relativ niedrigem Qualifikationsniveau in der Region. Die Herausforderung liegt hier vor allem in der Schaffung neuer und höherqualifizierter Arbeitsplätze.

Die Firmen Liebbherr, Hella, Loacker, Ego und Durst zählen zu den großen Arbeitgebern in der Region. Zwischen 2002 und 2012 baute der produzierende Bereich (+13%), wie auch der Dienstleistungsbereich (+13%) Arbeitsplätze auf.

Wichtige Wirtschaftsimpulse im Bezirk kommen aus den Bereichen

  • Holzindustrie
  • dem Metall- und Maschinenbau
  • von Dienstleistungsbetrieben in den Bereichen Handel, Wirtschaftsdienste sowie Gastronomie und Tourismus.

Ein weiterer wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Dennoch ist dieser Bereich deutlich weniger intensiv ausgeprägt als in Nordtirol. Der Wertschöpfungsanteil durch Beherbergung und Gastronomie liegt mit 5% klar unter dem tirolweiten Wert von 13%. Im Schnitt entfallen 60% der Winternächtigungen und knapp 50% der Sommernächtigungen auf 5 Gemeinden. Hinsichtlich Bettenauslastung zeigt sich, dass Betten der 4/5-Sterne-Kategorie besser ausgelastet sind. Der Anteil der Qualitätsbetten an den Gesamtbetten ist in Osttirol allerdings niedrig.

WKO Wirtschaftsdaten 2014

Regionsprofil Osttirol Statistik 2015