Der wiederentdeckte Garten

In der vorangegangenen Programmperiode haben die transnationalen Partner im Projekt „Der vergessene Garten“ erstmals auf dieser Ebene zusammengearbeitet. Der Erfolg und die Wirkungen waren so positiv, dass man nun unter dem Thema „Der wiederentdeckte Garten“ in eine zweite Runde geht.

Foto: G.Streit
Foto: G.Streit
Projektträger
Regionsmanagement Osttirol, Maschinenring Osttirol, Gal Alto Bellunese, Gal Montagna Vicentina
Förderprogramm
  • LEADER
  • Projektsumme
    255.000,00 Euro (gesamt)
    Förderhöhe
    75%
    Laufzeit
    bis 30.6.2022
    Kontakt
    Gina Streit/RMO; Martin Mayerl /Maschinenring

    Im grenzüberschreitenden Raum, in der gemeinsamen Bergregion, widmen sich die Projektpartner dem Thema Biodiversität, dem Erhalt autochthoner Sorten und der entsprechenden Bewusstseinsbildung sowohl bei der Bevölkerung als auch beim Gast.  Nutzpflanzen charakterisieren die Regionen und was letztendlich auf dem Teller angeboten wird ist Teil des touristischen Marketings und typisch regionales Statement. Neben dem Naturerleben ist für den Gast die regionale Kulinarik eines der wichtigsten Kriterien für ein unvergleichliches Urlaubserlebnis.

    „Der wiederentdeckte Garten“ ermöglicht interessierten LandwirtInnen in Osttirol eine qualifizierte Ausbildung zum bergbäuerlichen Landschaftsvermittler. Mehr Bewusstsein schaffen für die (Um-)Welt am und um den Hof, erlebnispädagogische Vermittlung und damit Interesse und Verständnis beim Gegenüber zu schaffen sind zentrale Projektinhalte. Der Kurs ist so angelegt, dass er auf andere Regionen übertragbar ist, wenn die jeweils regionalen Charakteristika ergänzt werden. Eine Exkursion der italienischen Projektpartner wird nach Kursabschluss auf dem Hof eines Kursteilnehmers in der Praxis erfahren, was und wie vermittelt wird, um die Informationen auch entsprechend weiterzugeben.


    Außerdem werden mit gegenseitigen Exkursionen über die Grenze, Einblicke und andere Zugänge zu den Themen Kulturgarten, Produktveredelung und Bewahrung der Biodiversität durch Samenvermehrung möglich sowie neue Impulse in die jeweils eigene Region geholt. Gerade der Zugang zu Produktveredelung und die vielfältige Kulinarik der italienischen Partner birgt eine große Chance als Ideenbringer für neue Nischen und Wege in der Landwirtschaft.

    Die italienischen Projektpartner bauen ein Dokumentationszentrum für Samen alter bzw. regionaler Sorten auf, damit der Erhalt dieser Pflanzen in den Gärten der Region gesichert bleibt. Über „Der vergessene Garten“ haben sich in den Projektgemeinden im Alto Bellunese Anzahl und Vielfalt der Hausgärten stark vermehrt, was die Dokumentation auch genau beschreibt.

    Weitere Projekte, die über Interreg V-A Italien -Österreich abgewickelt werden verstärken die Projektwirkung. Das Partner über Jahre vernetzt arbeiten und auch die LAGs miteingebunden sind, bringt eine weiter Qualität in diesen transnationalen Austausch.

    Der sprachliche Aspekt, der im Grenzgebiet immer wieder für Hürden sorgt, soll durch den laufenden Austausch verringert werden und mit der Zeit zu einem „Üppigen und immer blühenden Garten werden“.

    Der vergessene Garten - RMO

    Die bereits in den vergangenen Jahren aufgebauten und etablierten Kompetenzgruppen zum Thema Kräuter sollen verteilt über die Projektlaufzeit Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten, damit bestehende Angebote vertieft und ausgebaut werden können.

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