Solarpotentialstudie Osttirol

Für ganz Osttirol wurde die Sonnenscheindauer und die damit verbundenen Solarpotenziale ermittelt. 

Förderprogramm
  • LEADER
  • Die Solarpotenzialstudie wurde von der Firma Laserdata in Innsbruck erstellt und durch das Leader-Programm sowie aus Mitteln der Tiroler Energiestrategie gefördert.
     
    Osttirol ist tatsächlich DER Sonnenbezirk
    Auf Basis von Laserscan-Daten und des digitalen Geländemodells des Landes Tirol wurde die Jahressumme der Einstrahlung durch die Sonne in kWh / m² flächendeckend berechnet. Sogar die Experten waren von den guten Werten überrascht; Osttirol hat beispielsweise um rund 100 Stunden mehr Sonne als Innsbruck und weist ein durchschnittliches Solarpotenzial von über 1.000 kWh / m² auf!
     
    Abfrage des Solarpotenzials: einfach und kostenlos per Mausklick!
    Mit diesen guten Werten bietet es sich geradezu an, die Kraft der Sonne als Energiequelle zu nützen. Zukünftig kann man kostenlos abfragen, ob und wo genau die Errichtung einer thermischen Solaranlage oder einer Photovoltaik-Anlage sinnvoll ist. Diese Abfragen kann jede/-r bequem übers Internet machen: Auf die Website des Landes gehen und im linken Auswahlmenü unter "Zahlen und Fakten" den "tiris Kartendienst"auswählen. Hier findet man in der Kategorie "Raumordnung" das Solarpotential für den Bezirk Lienz und Landeck. Hier gleich derlink zur Abfrage.
    Die Ergebnisse kann man auch über dieinterne Seite der Firma Laserdataabfragen.

     

    Als Faustformel gilt:
    Wenn der Wert der Jahressumme 900 kWh / m² übersteigt, eignen sich die Flächen für Solarthermie und Photovoltaik.
     
    Keine Schätzung, sondern adressgenaue Berechnung des Solarpotenzials
    Das jährliche Solarpotenzial ist die Summe der direkten Strahlung, also die Sonneneinstrahlung, die von der Sonne direkt die Erdoberfläche erreicht, und der diffusen Himmelsstrahlung, welche über die Streuung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen die Erde erreicht. Diese Summe hängt natürlich auch von der Ausrichtung und Neigung der Geländeoberfläche (z.B. Dachfläche) ab. Berücksichtigt wurde für die Ermittlung des Solarpotentials auch die sogenannte Fernverschattung (z.B. durch Berge) und Nahverschattung (z.B. Bäume). Da die Sonne nicht über das Jahr gleich intensiv und lang strahlt, wurden die Solarpotenzialwerte in halbstündlichen Schritten und im Jahresverlauf berechnet und die erzielten Einzelergebnisse aufsummiert. Um den Einfluss der Bewölkung zu berücksichtigen, wurden die Ergebnisse zusätzlich mit den langjährigen Mittelwerten der örtlichen ZAMG-Stationen korrigiert und sind damit auch den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
     
    Auf einen Blick das Solarpotenzial für jeden Osttiroler m²
    Eine Legende zeigt die unterschiedlichen Jahressummen der Sonneneinstrahlung in kWh pro m² an. Durch die unterschiedlichen Neigungen und Ausrichtungen können nämlich aneinanderliegende Flächen ganz unterschiedliche Werte aufweisen, wie das folgende Beispiel zeigt: Die Abbildung zeigt ein Gebäude (in rechteckiger Form), wo eine Seite der Dachfläche sehr gute Einstrahlungswerte (rot) und die andere Seite mäßige Einstrahlungswerte (blau) aufweist. Die kegelartigen Formen stellen Bäume und Sträucher dar.