LUIANTA

Respiratorische Infekte und Gastroenteritiden verursachen jedes Jahr eine erhebliche Anzahl von Erkrankungsfällen und Krankenständen.

Projektträger
A.ö. BKH Lienz / Dienst für Hygiene u. öffentliche Gesundheit, Sanitätseinheit / Südtirol
Förderprogramm
  • Interreg
  • Projektsumme
    45.000 Euro
    Förderhöhe
    29.490 Euro
    Laufzeit
    15.7.2014 – 31.12.2014
    Vorsichtigen Schätzungen zur Folge konsultieren 20 – 30 % der Patienten den niedergelassenen Arzt wegen einer dieser beiden Symptomkomplexe. Abgesehen von Influenza und den gesetzlich meldepflichtigen Krankheiten, gibt es keine epidemiologische Erfassungsmöglichkeit für diese Symptomkomplexe und der ihnen zugrunde liegenden Infektionskrankheiten.
     
    Gesundheitsbehörden und Ärzte wären grundsätzlich daran interessiert, diese Erkrankungswellen zu erfassen, allerdings darf dies nicht mit einem unzumutbaren Mehraufwand verbunden sein. Die so gewonnenen Informationen müssen den beteiligten Ärzten und Gesundheitsbehörden möglichst zeitnahe zugänglich gemacht werden. Es gibt im Augenblick keine Systeme, die diesen Anforderungen genügen.
     
    Das gegenständliche Projekt dient dem experimentellen Aufbau eines automatisationsgestützten Meldesystems für Symptomkomplexe.
    Erfasst werden:
    • Infekte der oberen Luftwege
    • Infekte der unteren Luftwege
    • Gastroenteritiden
    • Exanthem
    • Fieber
    • Infektionen des ZNS
    • Zeckenstiche
    • Mückenstiche
    Die Meldung der Symptomkomplexe erfolgt über die diagnostizierenden Ärzte mittels Kurzwahl, patientenbezogene Daten werden nicht weiter gegeben. Die Teilnahme erfolgt freiwillig. Das System besteht aus einem Telefonmodul, welches die Telefonnummer des Melders sowie eine, dem jeweiligen Symptomkomplex zugeordnete, Durchwahl registriert und in eine Datenbank einträgt. Über eine Webseite können die Teilnehmer die, in einem bestimmten Zeitraum gemeldete, Fallzahl abrufen. So sehen Ärzte und Behörden, welche Symptomkomplexe in einem bestimmten Zeitraum lokal oder regional gehäuft auftreten und können entsprechende diagnostische und prophylaktische Maßnahmen ergreifen.
    Das Projekt ist auf jeweils 15 Teilnehmer auf Osttiroler und Südtiroler Seite ausgelegt. Das Projekt ist so ausgelegt, dass Ärzte des Alto Bellunese jederzeit teilnehmen können.