Projekte und Förderberatung
Mensch & Raum – gemeinsam gestalten (MIRA)
Dorfzentren sind wichtige Orte der Begegnung, des Austauschs und des gemeinschaftlichen Lebens. MIRA setzt sich dafür ein, Dorfplätze in Kartitsch / Osttirol, Kiens im Pustertal und in Zoppè di Cadore / Alto Bellunese neu zu denken und als lebendige, attraktive und ganzjährig nutzbare Treffpunkte für alle Generationen weiterzuentwickeln. Dadurch werden öffentliche Räume als zentrale Orte des sozialen, kulturellen und gemeinschaftlichen Lebens gestärkt. Die Bevölkerung ist aktiv in die Planungs- und Gestaltungsprozesse eingebunden. Dadurch sollen die Bedürfnisse unterschiedlicher Alters- und Bevölkerungsgruppen berücksichtigt und die Identifikation mit dem eigenen Ort gestärkt werden.

- Projektträger
Gemeinde Kiens, Gemeinde Kartitsch und Comune di Zoppè di Cadore - Förderprogramm
Interreg CLLD Dolomiti Live - Projektsumme
198.455,10 € 198.455,10 € - Förderhöhe
80 %
- Laufzeit
15.01.2026 – 31.12.2027 - Kontakt
Bgm. Josef Außerlechner / Gemeinde Kartitsch
Die Projektpartner reagieren auf gemeinsame Herausforderungen wie Abwanderung, wenig genutzte Ortszentren, fehlende Begegnungsräume und zunehmende Vereinsamung. Bürger:innenbeteiligung, innovative Gestaltungsideen und der grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch bilden die Grundlage für nachhaltige und auf andere Gemeinden übertragbare Lösungen.
In Kiens werden ein Beteiligungsprozess und ein Ideenwettbewerb zur zukünftigen Gestaltung des Dorfplatzes durchgeführt. Maßnahmen des taktischen Urbanismus machen neue Nutzungsmöglichkeiten bereits während der Planungsphase erlebbar. In Kartitsch entsteht ein multifunktionaler Küchen- und Ausschankbereich, der Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten am Dorfplatz erleichtert. In Zoppè di Cadore wird ein bislang wenig genutzter öffentlicher Bereich mit einer Überdachung und einer neuen Platzgestaltung zu einem geschützten Treffpunkt aufgewertet.
Drei grenzüberschreitende Studienreisen ermöglichen den beteiligten Gemeinden und lokalen Akteure, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. So entstehen neue Impulse für lebendige Dorfzentren, eine stärkere Dorfgemeinschaft und eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.
ITAT4902-MP-038