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Projekte und Förderberatung

Eine Kulturlandschaft schmieden (FORGIA)

Die Projektpaartner widmen sich der Erforschung, Sicherung und innovativen Vermittlung von Kulturlandschaften im Dolomiti-Live-Raum. Im Mittelpunkt stehen historische Spuren von Bergbau, Handel und kriegerischen Ereignissen, die (Kultur-)Landschaften in Osttirol, den ladinischen Tälern und im Belluneser Raum bis heute prägen. Ziel des Projekts ist es, materielle und immaterielle Kulturgüter systematisch zu erfassen, wissenschaftlich aufzubereiten und für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Dazu werden historische Quellen, Erinnerungen, Landschaftselemente und regionale Besonderheiten dokumentiert und mit analogen sowie digitalen Vermittlungsformaten neu zugänglich gemacht. So stärkt FORGIA die regionale Identität, fördert den grenzüberschreitenden Wissenstransfer und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen kulturellen und touristischen Entwicklung im Alpenraum.

©TVB Osttirol_Dalpiaz Fabian
©TVB Osttirol_Dalpiaz Fabian
  • Projektträger
    Tiroler Nationalparkfonds Hohe Tauern, Istitut Ladin Micurà de Rü und Fondazione Valle Imperina ETS
  • Förderprogramm
    Interreg CLLD Dolomiti Live
  • Projektsumme
    190.266,33 €
  • Förderhöhe
    80 %
  • Laufzeit
    01.07.2026 – 31.12.2028
  • Kontakt
    Tiroler Nationalparkfonds Hohe Tauern / DI Florian Jurgeit

In Osttirol werden Kulturlandschaftselemente im Tauerntal mit Gschlöss und Froßnitztal dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen Säumer- und Hirtenkultur, Almwirtschaft, früher Alpinismus und historischer Bergbau. Die Ergebnisse werden in einer Broschüre, einem literarischen Kulturlandschafts-Atlas und einer Ausstellung im Nationalparkhaus Matrei vermittelt.

Das Istitut Ladin Micurà de Rü erforscht historische Quellen zum Ersten Weltkrieg in den Dolomiten. Fotografien, Briefe, Tagebücher und Archivdokumente fließen in eine Publikation ein, ergänzt durch eine Fotoausstellung, eine Video-Installation und eine Exkursion zum Valparolapass.

Im Valle Imperina wird das ehemalige Bergbaugelände mit digitalen und multimedialen Angeboten neu erschlossen. Eine mehrsprachige Website, ein 3D-Modell und didaktische Materialien machen die Geschichte und das unterirdische Bergbausystem verständlich.

Gemeinsame Exkursionen und Wissenstransfer verbinden die drei Regionen und schaffen neue Zugänge zum kulturellen Erbe des Alpenraums.

ITAT4902-MP-044